Inkasso - Forderungen

Inkassounternehmen sind gewerbliche Geldeintreiber. Viele Gläubiger beauftragen Inkassounternehmen zum Eintreiben ihrer Aussenstände. Es gibt auch darauf spezialisierte "Inkassoanwälte". Dadurch sollen für die Gläubiger Kosten für die Bearbeitung und Überwachung eingespart werden; die Kosten werden auf den Schuldner abgewälzt.
Inkassounternehmen benötigen für die Einziehung von Forderungen eine Erlaubnis nach dem Rechtsberatungsgesetz des für ihren Geschäftsitz zuständigen Präsidenten des Landgerichts. Dies gilt auch für ausländische Büros. Der Gerichtspräsident hat auch die Aufsicht über das Inkassounternehmen.
Gerichtliche Maßnahmen wie z.B. Beantragung des gerichtlichen Mahnverfahrens, Anträge auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen - wie ein Gerichtsvollzieher - sind nicht erlaubt.

Oft gehen Inkassobüros zu weit und verlangen auch nicht gerechtfertigte Gebühren. Sie sollten sich mit einem Berater der Schuldnerakuthilfe in Verbindung setzen, denn wir helfen Ihnen ohne Risiko und kostengünstig mit Sachverstand und Herz und Überprüfen Ihre Verträge und Forderungen; auch im Verfahren.

Werden Sie zum Albtraum des Inkassobüros

Wenn das I.unternehmen für den Gläubiger aussergerichtlich tätig wird, benötigt es dafür eine Vollmacht des Gläubigers, da dieser Eigentümer der Forderung bleibt. Der Erlös aus der Beitreibung steht dem Gläubiger zu, das Inkassounternehmen erhält einen Anteil als Provision.
Lassen Sie sich immer diese Vollmacht vorlegen, sonst leisten Sie mit Hinweis auf die fehlende Vollmacht nur an Ihren ursprünglichen Gläubiger und nicht an das Inkassobüro.

Oder das Inkassobüro hat eine treuhänderische Abtretung der Forderung.(fiduziarische Abtretung). Nach außen erfolgt ein Gläubigerwechsel, im Innenverhältnis jedoch bleibt der ursprüngliche Altgläubiger Eigentümer der Forderung und trägt das volle wirtschaftliche Risiko. D.h., dass nach außen hin das Inkasso als neuer Gläubiger erscheint, nach innen hin jedoch der Altgläubiger Eigentümer der Forderung bleibt.

Eine weitere Variante ist der Aufkauf der Forderung.
Solche Forderungsaufkäufe finden in Paketen statt. Der Aufkaufpreis liegt zwischen 5 und 10 Prozent des Nennwertes. Das Inkassobüro tritt anschließend dem Schuldner gegenüber als neuer Gläubiger auf und versucht, oft mit Drohgebärden, Hausbesuche und Telefonterror die gesamte ausstehende Summe einzutreiben. Auf diese Weise erzielen I.unternehmen große Gewinne.
Lassen Sie sich immer eine entsprechende Abtretung der Forderung durch den ursprünglichen Gläubiger vorlegen. Falls dies nicht geschieht, leisten Sie keine Zahlungen an das Inkassoinstitut, sondern an den ursprünglichen Gläubiger.