Was ist die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) sammelt Daten über Verbraucher. Daten werden schon gespeichert, wenn man ein Konto er öffnet. Die Schufa selbst erhebt keine Daten; ist also eine reine Datensammelstelle und verlässt sich ganz auf die Angaben ihrer Vertragspartner wie zum Beispiel Banken, Versicherungen und Kaufhäuser. Zusätzlich wertet sie die Schuldnerverzeichnisse der deutschen Amtsgerichte aus, in die man eingetragen wird, wenn man die Eidesstattliche Versicherung abgeben musste.

Formulare und Anträge für die Schufa

Wenn Daten unrichtig sind kann man und sollte man die Löschung und Richtigstellung verlangen. Hier ist ein universaler Musterbrief mit dem man die Löschung verlangen kann.

Hier können Sie eine Selbstauskunft bei der Schufa beantragen, damit Sie informiert sind, welche Daten über Sie vorliegen.


Was tun wenn die Bank ablehnt die unrichtigen Daten zu widerrufen und/oder die Schufa sich weigert die unrichtigen Daten zu löschen?

In diesem Fall muss man die Löschung mit anwaltlicher Hilfe durchsetzen und klagen. Man kann auch den Ombudsmann der Schufa anrufen. Dies ist eine für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle, welche die Differenzen überprüft.
Ombudsmann der Schufa
Postfach 5280
65042 Wiesbaden

Neuste Informationen

Neue Regeln für die Übermittlung von Daten an Auskunfteien und für das Scoring

Mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes gelten ab heute neue Regeln im Forderungsmanagement. Zukünftig regelt das Bundesdatenschutzgesetz genauer, welche personenbezogenen Daten über eine Forderung an eine Auskunftei übermittelt werden dürfen.
Betroffen sind alle Forderungen, die noch nicht rechtskräftig festgestellt sind. Bevor eine Datenübermittlung erfolgen darf, muss der säumige Schuldner mindestens zweimal vom Unternehmen erfolglos angemahnt werden. Die Datenübermittlung an das externe Dientleistungunternehmen darf frühestens vier Wochen nach der ersten Mahnung erfolgen und muss zuvor angekündigt werden. Bestreitet der Schuldner die Forderung, gleich aus welchem Grund, darf keine Datenübermittlung erfolgen.
Geregelt wurden auch die Voraussetzungen der Anwendung und Durchführung eines Scoringverfahrens. Die Seriosität von Scorewerten muss wissenschaftlich nachgewiesen worden sein. Wenn eine Auskunftei den Scorewert berechnet, darf sie nicht automatisch ihren ganzen Datenbestand zugrunde legen. Ein Scorewert darf nicht überwiegend auf der Grundlage von Anschriftendaten ermittelt werden. Wenn Anschriftendaten verwendet werden, muss der Betroffene hierüber vorher unterrichtet worden sein.

Ab 01.04.2010 kostenloses Auskunftsrecht gegenüber Auskunfteien

Am 01.04.2010 tritt das geänderte Bundesdatenschutzgesetz in Kraft. In Zukunft hat jeder Bundesbürger das Recht, einmal jährlich von allen Auskunfteien eine kostenfreie Auskunft über alle über ihn gespreichterten Daten zu erhalten.
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz rät allen Verbrauchern, Ihr Recht auf Auskunft zukünftig wahrzunehmen.