Wohngeld,Mietzuschuss

Das Wohngeld wird als finanzielle Hilfe vom Staat an Personen gezahlt, welche sich das Wohnen nicht leisten können. Für Mieter ist es der Mietzuschuss. Seit 1. Oktober 2008 wurden die Sätze etwas erhöht und die Heizkosten in das Wohngeld mit einbezogen. Die Heizkosten werden pauschal in Höhe von 50 Cent pro Quadtarmeter Wohnfläche als Teil der Miete berücksichtigt.
Mietzuschuss kann jeder beanspruchen der in Deutschland in einer Wohnung zur Miete wohnt.

Vorraussetzungen

-Anzahl der zum Haushalt gehörenden Familienmitglieder
-Höhe des Familieneinkommens

-Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung. Nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen ist die Miete oder Belastung zuschussfähig. Diese Höchstbeträge richten sich nach dem örtlichen Mietniveau. Unangemessene Mieten werden nicht bezuschusst.

Beantragung

Der Antrag für Wohngeld; Mietzuschuss oder Lastenausgleich muss bei der örtlichen Verwaltung gestellt werden. Dort bekommt man auch die entsprechenden Formulare. Alternativ werden die Formulare und Berechnungsgrundlagen immer aktuell im Servicecenter der Schuldnerakuthilfe zum Download angeboten. Dieser Service ist kostenlos und wird ehrenamtlich erbracht.
Nach der Bewilligung kommt ein Bescheid; meistens für ein Jahr. Danach muss man einen Wiederholungsantrag stellen.

Widerspruch gegen den Bescheid

Wenn der Bescheid nicht den Tatsachen entspricht, oder die Höhe streitig ist kann man bei der Wohngeldstelle innerhalb einer Frist widerspruch einlegen. Widerspruch Wohngeld. Die Wohngeldstelle überprüft dann den Widerspruch auf Argumentation und Sachlage und erlässt einen Widerspruchsbescheid.
Gegen den Widerspruchsbescheid kann man dann beim zuständigen Verwaltungsgericht Klage erheben.

Das Wohngeldgesetz § 1 bis 3

§1 (1) Das Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens.
(2) Das Wohngeld wird als Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung (Lastenzuschuss) für den selbst genutzten Wohnraum geleistet.
§2 Wohnraum sind Räume, die vom Verfügungsberechtigten zum Wohnen bestimmt und hierfür nach ihrer baulichen Anlage und Ausstattung tatsächlich geeignet sind.
§3 (1) Wohngeldberechtigte Person ist für den Mietzuschuss jede natürliche Person, die Wohnraum gemietet hat und diesen selbst nutzt. Ihr gleichgestellt sind
1. die nutzungsberechtigte Person des Wohnraumes bei einem dem Mietverhältnis ähnlichen Nutzungsverhältnis (zur mietähnlichen Nutzung berechtigte Person), die ein mietähnliches Dauerwohnrecht hat,
2. die Person, die Wohnraum im eigenen Haus, das mehr als zwei Wohnungen hat, bewohnt, und
3. die Person, die in einem Heim im Sinne des Heimgesetzes oder entsprechender Gesetze der Länder nicht nur vorübergehend aufgenommen ist.
(2) Wohngeldberechtigte Person ist für den Lastzuschuss jede natürliche Person, die Eigentum an selbst genutzten Wohnraum hat. Ihr gleichgestellt sind
1. die erbbauberechtigte Person,
2. die Person, die ein eigentumsähnliches Dauerwohnrecht, ein Wohnungsrecht oder ein Niessbrauch innehat, und
3. die Person, die einen Anspruch auf Bestellung oder Übertragung des Eigentums, des Erbbaurechts, des eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts, des Wohnungsrechts oder des Niessbrauchs hat.
Die Sätze 1 und 2 gelten nicht im Falle des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 2.

(3) Erfüllen mehrere Personen für denselben Wohnraum die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder des Absatzes 2 und sind sie zugleich Haushaltsmitglieder (§ 5), ist nur eine dieser Personen wohngeldberechtigt. In diesem Fall bestimmen diese Personen die wohngeldberechtigte Person.
(4) Wohngeldberechtigt ist nach Massgabe und Absätze 1 bis 3 auch, wer zwar nach dem §§ 7 und 8 Abs. 1 vom Wohngeld ausgeschlossen ist, aber mit mindestens einem zu berücksichtigenden Haushaltsmitglied (§ 6) eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft (§ 5 Abs. 3 und 4) führt.
(5) Ausländer im Sinne des § 2 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes (ausländische Person) sind nach Massgabe der Absätze 1 bis 4 nur wohngeldberechtigt, wenn sie sich im Bundesgebiet tatsächlich aufhalten und
1. ein Aufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgestz/Eu haben,
2. einen Aufenthaltstitel oder eine Duldung nach dem Aufenthaltsgesetz haben,
3. ein Recht auf Aufenthalt nach einem völkerrechtlichen Abkommen haben,
4. eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylverfahrensgesetz haben

5. die Rechtsstellung eines heimatlosen Ausländers im Sinne des Gesetzes über Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bundesgebiet haben oder
6. auf Grund einer Rechtsverordnung vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit sind.
Nicht wohngeldberechtigt sind ausländische Personen, die durch eine völkerrechtliche Vereinbarung von der Anwendung deutscher Vorschriften auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit befreit sind.

NEU 2015

2015 wurde ds Wohngeld, welches zu 50 Prozent von Bund und Land bezahlt wird, reformiert und erhöht.
Damit soll neben dem Anstieg der Bruttokaltmieten und des Einkommens auch der Anstieg der warmen Nebenkosten und damit insgesamt der Bruttowarmmiete berücksichtigt werden.

Lastenzuschuss

Das Wohngeld wird als finanzielle Hilfe vom Staat an Personen gezahlt, welche sich das Wohnen nicht leisten können. Für Eigentümer von Eigentumswohnungen oder Häuser ist es der Lastenzuschuss.

Lastenzuschuss kann jeder beanspruchen, der in Deutschland eine selbstgenutzte Eigentumswohnung oder Haus hat.

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